Besseres Ranking durch Google+?

Gerade bin ich über den Beitrag von Cyrus Shepard auf moz.com gestoßen, der über die diesjährige Studie über die Webseitenqualität, die im Zusammenhang mit hohen Rankings bei Google stehen, schreibt. Zum ersten Mal wurde das Zusammenspiel zwischen Google +1s und höheren Suchmaschinenrankings erfasst – mit einem überraschenden Ergebnis.

Nach der Page Authority korreliert die Zahl der +1s für eine URL mit den Suchergebnissen deutlich höher als die anderen Faktoren wie Facebook-Aktivitäten oder die Anzahl der linkenden Stamm-Domains.

Und Moz sind dabei nicht die einzigen, die diese Beziehung festgestellt haben: Auch Searchmetrics hat in seinem Blog die „Rank Correlations 2013 for Google USA“ herausgestellt und sieht die Google +1s als Faktor Nr.1 bei den Wechselbeziehungen. Weitere Studien unterstreichen diese Aussage.

Und jetzt die Frage, auf die wir alle gewartet haben: Können Aktivitäten auf Google+ wirklich dabei helfen, meine Seite besser ranken zu lassen?

Die Google+ Plattform weist Qualitäten auf, die sie im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken für SEOs wertvoller machen. Diese Qualitäten lassen den Schluss zu, dass Content Sharing auf Google+ das Potential hat, die Suchrankings im großen Stile zu beeinflussen.

Absichtlich oder nicht: Die Google+- Entwickler haben es für SEO aufgebaut.

Was sind nun die Faktoren, die das Content Sharing von anderen Plattformen unterscheidet?

1.  Posts werden nahezu sofort gecrawled und indexiert

Eines der ursprünglichen Ziele für Google+ war es, eine Echtzeitsuche anzutreiben, nachdem Twitter 2011 Google’s „Firehose-Zugang“ zu seinen Daten abgeschaltet hat. Seitdem verwendet Google seine Plattform dafür, neuen Content zu finden. Viele Marketer haben herausgefunden, dass geteilte URLs auf Google+ sehr schnell indexiert und gecrawled werden.

Vergleicht das mal mit Facebook: dort werden, aufgrund von Privatsphäre-Einstellungen und Restriktionen von Daten-Sharing, oftmals Posts von Google weder gecrawled noch indexiert.

Im Vergleich zu Facebook, welches Daten vor Google zurückhält, oder zu Twitter, welches Google anweist, den meisten seiner Links nicht zu folgen, sind die Daten von Google+ sofort und zugänglich für das Unternehmen, dass es aufgebaut hat.

2.  Seiten und Posts auf Google+ akkumulieren nicht nur den PageRank:

Weil Links in einem Posts das „Follow Attribut aufweisen überträgt sich die Linkgleichheit ebenfalls. Anders ausgedrückt bedeutet das folgendes: Ihr postet einen Link und schreibt noch einen netten Text dazu. Dieser Link wird von den Bots gecrawlt und somit auch indexiert.

Wenn ihr einen Link auf Google+ mit der Community teilt, wird der Ankertext zum Titel der Seite, die ihr teilt.

3.  Google+ ist auf die semantische Relevanz optimiert

Im Vergleich zu Facebook oder Twitter weist jeder Post auf Google+ die meisten Charakteristika eines kompletten Blog-Posts auf.

-       Jeder Post hat seine eigene URL.

-       Die ersten 45 bis 50 Zeichen des Beitrages erscheinen im Title-Tag.

-       Wird ein Post geteilt, kann er interne Links von der Google+ Plattform anhäufen – alle mit relevantem Ankertext.

Wie ihr euer Google+ Profil SEO-tauglich macht und was ihr beachten müsst, um die Performance eurer Seite noch zu steigern, könnt ihr im Beitrag auf dem Agenturblog der Werbeagentur Schwarz & Bold nachlesen.

Was ist eigentlich mit „Author Rank“ und „Publisher Rank“?

Viele Blogger haben die Google+ Authorship Informationen auf ihren Webseiten eingebettet, damit die Autorenbilder in den SERPs bei Google erscheinen.

Während es keine Beweise dafür gibt, dass Google etwas wie den Author Rank momentan verwendet, glauben viele, dass es bald eingeführt wird. Immerhin gibt es auch schon die Autorenstatistiken im Google Webmaster Tool.

Selbst Matt Cutts suggeriert, dass dies der Weg ist, den er gerne für die weiter Entwicklung von Google sehen würde.

Doch der Post auf Moz.com sorgte für Diskussionen:

Einige Zeit nach der Veröffentlichung des Beitrags von Cyrus Shepard, meldete sich auch Matt Cutts in einem Thread auf Hacker News zu Wort.

 

“Just trying to decide the politest way to debunk the idea that more Google +1s lead to higher Google web rankings. Let’s start with correlation != causation: http://xkcd.com/552/

But it would probably be better to point to this 2011 post (also from SEOMoz/Moz) from two years ago in which a similar claim was made about Facebook shares: http://moz.com/blog/does-google-use-facebook-shares-to-influ… . From that blog post from two years ago: “One of the most interesting findings from our 2011 Ranking Factors analysis was the high correlation between Facebook shares and Google US search position.”

This all came to a head at the SMX Advanced search conference in 2011 where Rand Fishkin presented his claims. I did a polite debunk of the idea that Google used Facebook shares in our web ranking at the conference, leading to this section in the 2011 blog post: “Rand pointed out that Google does have some access to Facebook data overall and set up a small-scale test to determine if Google would index content that was solely shared on Facebook. To date, that page has not been indexed, despite having quite a few shares (64 according to the OpenGraph).”

If you make compelling content, people will link to it, like it, share it on Facebook, +1 it, etc. But that doesn’t mean that Google is using those signals in our ranking.

Rather than chasing +1s of content, your time is much better spent making great content.“

 

Matt Cutts kann mal wohl beim Wort nehmen, wenn er sagt, dass Google nicht die rohen +1s für das Webseitenranking verwendet– schließlich muss er es ja wissen. Doch dennoch liegt der Verdacht nahe, dass Google+ Posts Vorteile für SEO bergen, die es in anderen Social Media Netzwerken nicht zu finden gibt.

Der Punkt ist, nicht einfach loszurennen und eine Menge an +1s anzuhäufen. Viel wichtiger ist es, oder zumindest scheint es so zu sein, dass ein Link auf Google+ denselben Effekt hat wie ein redaktioneller Link – und diese Links haben eine echte Wirkung mit echten Vorteilen. Also: Content, Content und nicht zu vergessen: Content – und zwar großartigen.

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