Blogs – Wie lange geht das noch gut?

Dem ein oder anderen wird es diese Woche aufgefallen sein: Ein Blogartikel sorgte für einige verdutzte Gesichter.

Darin soll Matt Cutts in einem noch nicht veröffentlichten Interview gesagt haben, dass alle Blogs geschlossen werden sollen, da diese sich negativ auf das Ranking auswirken könnten. „Puh“, dachte ich im ersten Moment, „das ist ein Schock.“ So wirklich habe ich dem Braten aber nicht getraut und mir die Kommentare und Linkquellen angesehen. Und siehe da: es wurde aus einer Satire-Zeitschrift zitiert.

Klar – der Artikel ist eine reine Satire. Er hat mich dennoch zum Nachdenken gebracht: Was wäre wenn es Realität werden würde? Steckt in diesem satirischen Beitrag vielleicht doch ein Fünkchen Wahrheit? Sind Blogs veraltet und können sie in geraumer Zukunft das Ranking einer Webseite negativ beeinflussen?

Es gibt unzählige Blogs im World Wide Web. 2011 waren es weltweit 173 Mio. – Tendenz steigend. Sie erfreuen sich offensichtlich allergrößter Beliebtheit, denn jeder kann einen Blog eröffnen und sich dort austoben. Und was spricht auch gegen Blogs? Sie sind informativ, häufig mit wertvollen Tipps angereichert, es wird zu beinahe allen Themen etwas geschrieben und viele Artikel haben Fachzeitschriften-Potential.

Natürlich haben auch die SEOs schon seit einiger Zeit die Blogs für ihre Arbeit entdeckt. Frischer Content, Trusted Links, die von Google als qualitativ hochwertig gerankt werden, die Verbindung mit dem Google+ Profil – das sind alles Gründe, die aus SEO-Sicht für einen Blog sprechen. Doch leider liegt auch genau darin das Problem. Nicht jeder Blogger produziert qualitativ hochwertigen Content. Häufig wird extremes Keyword-Stuffing betrieben und es werden vorwiegend schlechte Links aufgebaut – alles nur um Content und Links produziert zu haben. „Google interessiert das doch nicht, Hauptsache ich habe Content auf der Seite.“ Tja, ganz so ist es leider nicht. Googles Algorithmus entwickelt sich immer weiter und ist dank des Google Panda Updates mittlerweile so weit, schlechten Content abzustrafen. Die Folge: die Seite wird „spammy“ und abgerankt.

Aber können wir alle Blogs über einen Kamm scheren?

Meiner Meinung nach können wir das nicht. Es gibt so viele tolle Blogs, die ihren Lesern einen echten Nutzwert verschaffen. Diese Blogger investieren viel Zeit in Recherche und Formulierung, was die Artikel dann auch sehr lesenswert und informativ macht.

Soviel zur „Sonnenseite“ der Blogger-Welt. Auf der Schattenseite sieht es leider ganz anders aus. Da erscheinen zugespammte Blogs, die vornehmlich für Anzeigen und Werbung geschaltet wurden oder nur werbliche Inhalte aufweisen. Dazu stechen einem Angebote wie „50 Artikel für 100 Euro“ ins Auge, die man lieber meiden sollte.

Denn jeder, der schon einmal einen hochwertigen Artikel erstellt hat, weiß, wie aufwändig das ist und deshalb solche Angebote keine Qualitätstexte nach sich ziehen.

Mein Tipp: Content entweder selbst produzieren oder ihn von professionellen Textern erstellen lassen. Das ist zwar aufwändiger und kostenintensiver, doch dann habt ihr tollen Content auf eurer Seite.

Fazit

Klar ist, dass Blogs eine tolle Sache sind um sich über Themen zu informieren, zu recherchieren, sich Tipps einzuholen und zu diskutieren. Die andere Seite der Medaille sieht aber auch so aus, dass es sehr viele „schlechte“ Blogs gibt – Blogs mit spammigem Content, doppelten Artikeln und einem schlechten Backlinknetzwerk.

Deshalb: Sorgt für gute Inhalte und ordentliche Links. Dann solltet ihr keine Gefahr laufen, abgestraft zu werden. Und sollte Matt Cutts eines Tages doch alle Seitenbetreiber dazu auffordern, alle Blogs zu schließen, bin ich mal gespannt, was die Blog-Gemeinde dazu sagen wird. Begeisterungsstürme  wird es mit Sicherheit nicht geben.

One Comment

  1. Robert

    Ist doch so ähnlich wie White/Black Hat SEO, oder? Bin darin kein Experte, aber so ziemlich hat seine Schattenseiten. Ich persönlich halte Blogs für unersetzbar, da sie abgesehen vom Ranking noch ganz andere Vorteile bieten. CRM, Image, ja einfach der direkte Dialog mit Kunden und Interessenten. Solange Blogs die “Hauptseite” nicht negativ beeinflussen gibt es für mich keine Diskussion.

    Ich traue es Google zu, dass sie einen Weg finden werden um gute von schlechten Blogs zu unterscheiden und entsprechend zu bewerten ;-)

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