Weg von Facebook, hin zur Webseite

Es ist nicht ungewöhnlich? Ihr veröffentlicht einen neuen Artikel auf eurem Blog und postet den Link direkt auf der Unternehmensseite bei Facebook. Ist ja idealerweise ein teilbarer und toller Inhalt. Da denkt man schnell: „Ich habe 1.000 Likes, da schauen sich doch sicher auch 1.000 Leute meinen Artikel an. Super – Trafficsteigerung!!“
Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Ich bin mir nicht sicher, wer das alles weiß, aber die Status Updates auf der Facebook-Seite erreichen nur einen geringen Prozentsatz der Follower über ihren Newsfeed. Laut Facebook sind es gerade mal 16%. Wer eine größere Reichweite erzielen will, den bittet Facebook zur Kasse – oder hofft darauf, dass viele User den Post sehen und ihn liken und teilen.

Um diesen freien Zugang für die Facebook Status Updates zu erhalten, muss die Reichweite deutlich erhöht werden. Das erfordert zum einen Zeit und zum anderen Anstrengungen, um eine Autorität und einen Grundstock an „Fans“ auf einer Seite aufzubauen, die einem noch nicht einmal gehört – kein leichtes Unterfangen.

Das birgt natürlich die Frage: Ist Facebook die Mühe und die Zeit wert die Reichweite auszubauen und neue Fans zu gewinnen oder sollte stattdessen lieber neuer Content geschaffen werden?

Facebook ist die größte soziale Plattform mit rund 26 Millionen aktiven Nutzern in Deutschland und rund 1,11 Milliarde Mitgliedern weltweit. Das bedeutet, dass die User bei Facebook zu finden sind und natürlich will man Nutzer auf seinen Content lenken.

Das ist, wie schon weiter oben erwähnt, eine sehr zeitintensive Angelegenheit. Wer Social Media Marketing erfolgreich betreiben will, benötigt Kreativität, Zeit und Geduld – und ein Fingerspitzengefühl dafür, was die Zielgruppe lesen will.

Weg von Facebook, hin zur Webseite

Das Ziel eines Linkposts ist es, den User zu animieren, auf die eigene Webseite zu kommen – und dass er den Beitrag liked, teilt oder kommentiert. Aber Tatsache ist, dass die Leute Facebook nicht einfach verlassen. Und genau darin liegt das Problem: User sind nicht auf Facebook, um es dann gleich wieder zu verlassen. Sie wollen sich lustige Bilder anschauen, mit Freunden chatten und ihr Leben durch Bilder und Status-Updates mit anderen teilen.
Tatsache ist auch, dass über die Hälfte der monatlichen aktiven Nutzer über ein mobiles Gerät auf Facebook zugreift. Nur wenige wollen die Facebook App sofort wieder verlassen, um dann den Link im Browser laden zu sehen.

Verlassen EURE Fans Facebook?

Eure „Fans“ liken vielleicht euren Status oder euren Post mit dem Link zu eurer Webseite. Aber gehen sie wirklich zu eurer Seite?

Wie Jennifer Ledbetter in ihrem Beitrag auf marketingland.com aus ihrer eigenen Erfahrung bestätigt, ist die Zahl derer, die über den Link zur Webseite wechseln, deutlich geringer als wir denken. Man muss die Nutzer wirklich von ihrem geliebten Facebook „abwerben“ und sie zum Klick auf den Link animieren.

Wie animiere ich den User?

1.    Die Posts sollten so ansprechend wie möglich sein: Neben Artikel-Posts auch mal Bilder oder Infografiken teilen, die den Usern einen Mehrwert bieten oder sie dazu animieren, den Link zu teilen oder die Seite zu empfehlen.
2.    Regelmäßige Posts sind ebenso wichtig. Wer seinen Facebook-Account nicht pflegt wird auch keine Reichweite erzielen, weil ohne Posts natürlich kein Kunde auf eure Seite aufmerksam wird.
Seid transparent: Zeigt euren Kunden auch mal wie es hinter den Kulissen vonstatten geht und gewährt ihnen Einblicke in den Charakter eurer Marke oder Dienstleistung.

Die Grundregel ist eigentlich die: Der Köder muss nicht dem Angler schmecken, sondern dem Fisch. Mit dieser goldenen Regel sollte jeder Social Media Marketer arbeiten und sich in den Kunden reinversetzen: Was will er lesen? Was könnte ihn interessieren? Welche Inhalte teilt er eher als andere? Weitere interessante und hilfreiche Tipps findet ihr in diesem Beitrag auf dem Agenturblog.

Fazit

Facebook ist also durchaus ein Medium, mit dem man eine große Reichweite erzielen und auch Neukunden gewinnen kann. Doch die Diskrepanz zwischen den Usern, die den Link gesehen haben oder ihn geliked, geteilt oder kommentiert haben und den Nutzern, die tatsächlich auf den Link klicken, ist nicht zu unterschätzen und sollte in jedem Fall im Hinterkopf behalten werden.

Jetzt ist eure Meinung gefragt: Was denkt ihr: Ist Facebook ein gutes Medium für Content Marketing?
Schreibt eure Gedanken in den Kommentarbereich unten. Ich freue mich schon auf eure Ansichten.

3 Comments

  1. SEO Tussi

    Guter Beitrag, vielen Dank, auch für die weiterführenden Links :)
    Ich finde Social Media Marketing sehr zeitintensiv, doch durchaus effizient. Man sieht definitiv den Erfolg! Durch diese Marketingform kann man einen engen Kontakt zum Kunden pflegen und einen Dialog zu ihm aufbauen.
    Doch man muss immer beachten, was der User sehen will und ihn regelmäßig mit spannenden und neuen Informationen füttern.

  2. Toller Beitrag Jan :) Meiner Meinung nach unterstützt Facebook, G+, Twitter usw. das Content Marketing enorm und sollte daher auf jeden Fall genutzt werden. Es sollte jedoch auch darauf geachtet werden, in welchem Kanal sich die Zielgruppe überhaupt befindet. Für Business-News würde ich auch Xing nutzen…

  3. Also meine bisherigen Erfahrungen mit facebook sind da doch schon recht positiv. Um die Nutzer zu locken kann man erst mal damit anfangen sich in bestimmte Gruppen für ein spezielles Thema einzubinden.

    Dann ist es äußerst hilfreich wenn man ein Thema recht witzig aufarbeiten kann, bei mir war das z.B. der Fall das ich Blütenpollen beworben habe mit der Aussage ( die übrigends wirklich zutreffend ist ) das diese auch die Potenz bei Männern fördern. Somit war schon der erste Schlagabtausch getan und es wurde darüber diskutiert. Natürlich jetzt nicht mit einer wahnsinns Masse an Leuten, jedoch hat mir dieses Beispiel gezeigt was so alles auf Facebook möglich ist und ich werde dies natürlich noch weiter testen.

    Danke

    Gruss Michaela

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